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Ein Abend im Dreiklang

Zwischen deutschen Texten, englischem Gesang und vereinzelten Dialekt-Sprenkeln dazwischen – lyrisch, politisch, einnehmend

Die einen Fahrräder treiben dich Berge hoch, die mehr Gegenwind als Gestein sind und die anderen Fahrräder müssen erst noch gestohlen werden. Beide sind vielleicht grün, aber nur eins davon hat einen Platten.

In diesem Sinn sind Fahrräder vielleicht ein wenig wie Beziehungen – die einen hätten besser in Linz aussteigen sollen und herausfinden, wo die Voest denn nun anfängt und wo sie aufhört und die anderen befinden sich in der Warteschleife zwischen Istanbul und Paraguay.

Was uns umtreibt? Die Frage danach, was mit der Zeit passiert, wenn du lächelst. Die Frage danach, ob der Bierschaum vor oder nach der Sperrstunde lauter knistert. Die Frage nach dem was wäre wenn.

Du sagst, es ist gut, dass wir kein Auto haben, dass wir nie Auto fahren, immer mit dem Zug, dass wir sonst sicher schon fünfzigmal verschwunden wären, circa, in Richtung der Ortsschilder, die in unseren Ohren am wenigsten nach uns klingen, in Richtung Adria, Meeresklippen und noch ein bisschen weiter, das kleine Stück, in Richtung Autobahnauffahrt, mit geschlossenen Augen für jedes fünf Meter hohe Stop-Schild.

 

you wear a leopard skin jacket with a canvas badge that reads

„go ahead, exploit yourself for art!“

a little bit more lipstick will make everyone look hard

and some things are important and some are not

 

Katherina Braschel und Chili Tomasson breiten den Fächer der Beziehungen in unterschiedlichster Form aus – zwischen Buchseiten und Gitarrenhälsen, zwischen Mundharmonikas und Druckerschwärze, aber immer mit feinem Gespür für jegliche Zwischentöne.

 

Katherina Braschel

Katherina Braschel, aufgewachsen in Salzburg, lebt und arbeitet seit 2011 in Wien.

Sie ist Redaktionsmitglied des Literaturmagazins &radieschen, in dem sie auch die Kolumne Textgeflüster bespielt und Mitveranstalterin der Lesungsreihe AnnoLiteraturSonntag.

2017 erhielt sie vom Land Salzburg ein Arbeitsstipendium für ihr Literaturprojekt dokichment (Veröffentlichung 2020). 2018 gewann sie den Literaturwettbewerb Wir lesen uns die Münder wund, den Lyrik-Sonderpreis im Rahmen des Erostepost-Literaturpreises und war Shortlist-Platzierte beim Wortlaut-Kurzgeschichtenwettbewerb von fm4.

Mit ihrem Text Bäume zählen befand sie sich auf der Shortlist für den Wortmeldungen-Förderpreis 2019.

Sie ist Preisträgerin des Rauriser Förderungspreis 2019 für ihren Text Das gute Bild.

Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien (u. A. PS – Politisch schreiben, SALZ, mosaik, Erostepost,…).

 

Chili Tomasson

Chili Tomasson schreibt Gedichte und Geschichten, Musik und Filme. Er ist Mitbegründer der isländisch/österreichischen Avantgarde-Pop Band Chili and the Whalekillers und der Art-Rock/Fusion Band Chili Tomasson and the Cinema Electric.

Bisher veröffentlichte er 9 Studio-Alben, publizierte Texte in Literaturzeitschriften und spielte zahlreiche Konzerte in Österreich, Deutschland, Frankreich, Island und Großbritannien.

2014 produzierte er mit Katherina Braschel den Kunstfilm EBENDA.

2016 wurde Chili Tomasson das Jahresstipendium für Komposition vom Land Salzburg verliehen.

2018 und 2019 inszenierte Chili Tomasson gemeinsam mit Maria Sendlhofer die Lyrik-Musik-Performance Carrying a Gun im Theater am Petersplatz, Wien und im Noch Besser Leben, Leipzig.

 

Weinbegleitung

Und weil durstige Kehlen nicht gerne singen und müde Hände sich beim Klatschen schwer tun, sorgen wir für adäquate Weinbegleitung:

Den Sommer einbegleitend trinken wir

  • den spritzigen Frizzi von Franzi Stift,
  • den knackigen Welsch vom Weingut Pock,
  • den jungen-wilden Grünen Veltliner von Jakob aus der Wachau,
  • gekühlten Shiraz von Lisa Pfneisl und
  • animierend-halbtrockenen Rosé von Goldenits.

Katherina und Chili sowie die Weinkarte für sich wären schon einen Besuch wert – beides zusammen schreit geradezu „Pflichttermin!!!“ und deshalb bitten wir um rechtzeitige Anmeldung per Mail, Telefon oder Besuch in der B14.